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Wenn Firmen fusionieren, profitieren Anleger – mit der richtigen Strategie

16. Juni 2025 (Anzeige)

Starke Impulse für Merger Arbitrage trotz volatiler und schwacher Märkte

Martin Brückner, First Private Investment Management KAG mbH

Im herausfordernden Marktumfeld im April erwies sich Merger Arbitrage als eine der wenigen Strategien mit positiven Ergebnissen. Mehrere prominente Übernahmetransaktionen wie bspw. Discover/Capital One sorgten für Zuversicht bei Arbitrageuren und unterstreichen die Attraktivität der Strategie in der aktuellen Phase. Im Mai zeigte sich der Unterschied zwischen der Regierung von Trump und Biden. Hatte Biden die Übernahme von US Steel durch Nippon Steel noch abgelehnt, sprach sich Trump jetzt dafür aus und bestätigt damit, dass sich das M&A Umfeld seit der Amtsübernahme von Trump weiter verbessern wird.

Diese Beispiele zeigen auch, dass Merger Arbitrage weiterhin primär von aktienmarktunabhängigen, deal-spezifischen Faktoren getrieben wird und sich in Phasen allgemeiner Marktschwäche als stabilisierender Portfolio-Baustein bewährt. Das bewies sich in der Korrekturphase der Aktienmärkte im März und April: Der MSCI World Index in EUR verlor zeitweise bis zu 20 % und notiert weiterhin unter seinen Jahreshöchstständen. Im Gegensatz dazu erreichte die Merger-Arbitrage-Strategie nach einem moderaten Rücksetzer von rund 2 % bereits wieder neue Jahreshochs.

First Private Systematic Merger Opportunities Wertentwicklung YTD vs. MSCI World

Funktionsweise von Merger Arbitrage

Wenn ein Unternehmen ein anderes kaufen will, bietet es typischerweise mehr als den aktuellen Börsenkurs. Trotzdem notiert die Aktie des Übernahmeziels nach der Ankündigung meist unter diesem Angebotspreis. Nach der Ankündigung einer M&A-Transaktion wird das Zielunternehmen mit einem Abschlag zum Angebotspreis gehandelt – dem sogenannten „Merger Arbitrage Spread". Dieser Abschlag entsteht durch das wahrgenommene Risiko eines möglichen Scheiterns der Transaktion. In dieser Preislücke steckt die Chance für Anleger. Geht der Deal durch – was in der Regel der Fall ist - winkt die zusätzliche Rendite. Scheitert er, drohen Verluste. Vor allem die Verluste gilt es zu vermeiden, da das Chance-Risiko Verhältnis in der Regel asymmetrisch ist. Die Renditequelle ist ereignisgetrieben und hängt vom Zustandekommen des Deals ab – nicht von der allgemeinen Unternehmens- oder Marktentwicklung.

Der Clou des First Private Systematic Merger Opportunities: Der Fonds nutzt fortschrittliche Technologie und schafft es kontinuierlich bessere Vorhersagen über das Zustandekommen von Deals zu treffen als der Markt.

Makrotrends: M&A-Markt vor Renaissance

Die strukturellen Rahmenbedingungen für Merger Arbitrage haben sich 2025 signifikant verbessert:

  • Regulatorischer Rückenwind: Nach Jahren restriktiver Politik unter der Biden-Administration sorgt die Trump-Regierung für eine Rückkehr zu berechenbareren Bewertungsmaßstäben. Die Ernennung von Andrew Ferguson (FTC) und Gail Slater (DoJ Antitrust) signalisiert eine unternehmensfreundlichere Position der Trump Regierung. Die abwartende Haltung vieler Unternehmen in Bezug auf strategische Akquisitionen löst sich nun auf.
  • Zinswende: Die erwarteten weiteren Zinssenkungen verbessern die Finanzierungskonditionen für Übernahmen deutlich. Das macht insbesondere kreditfinanzierte Übernahmen wieder attraktiver. Die aktuell normalisierten Deal-Spreads von durchschnittlich 6,5 % bieten Arbitrageuren attraktive Renditechancen bei überschaubarem Risiko.
  • Sektor- und Regionenvielfalt: Die Übernahmewelle wird von technologischen Disruptionen (insbesondere KI), geopolitischen Verschiebungen und branchenspezifischen Konsolidierungstrends getragen. Besonders aktiv sind die Sektoren IT, Kommunikation, Energie und Finanzen. Regional dominieren USA und EMEA, während Asien-Pazifik getrieben von China etwas zurückfällt.
  • Liquiditätsschub durch „Dry Powder“: Private-Equity-Fonds verfügen über rund 4 Billionen US-Dollar an nicht-investiertem Kapital. Hinzu kommen Unternehmensreserven von weiteren 7,5 Billionen US-Dollar. Der Investitionsdruck steigt, was die M&A-Aktivität befeuert.

Systematische Ansätze und KI als Wettbewerbsvorteil

Quantitative und KI-gestützte Strategien wie der First Private Systematic Merger Opportunities profitieren von der Möglichkeit, ein breites Spektrum an Deals parallel zu analysieren und zu investieren. Während klassische Merger Arbitrage Manager meist nur wenige Transaktionen nach tiefgehender und zeitaufwendiger Analyse selektieren, erlaubt der datengetriebene Ansatz eine bessere Diversifikation und Risikokontrolle. Die Integration von deal-, aktien- und makrospezifischen Daten ermöglicht es, Risiken frühzeitig zu erkennen und Fehlallokationen – wie letztes Jahr im Fall Capri Holdings – zu vermeiden. Tapestry – die Muttergesellschaft von Marken wie Coach und Kate Spade – hatte die Übernahme von Capri Holdings (u. a. Michael Kors, Versace, Jimmy Choo) für rund 8,5 Milliarden US-Dollar angekündigt. Zahlreiche Merger-Arbitrage-Fonds setzten auf einen erfolgreichen Abschluss der Übernahme doch kartellrechtliche Einwände der US-Wettbewerbsbehörde (FTC) führten letztlich zum Scheitern des Deals. Die Capri-Aktie verlor daraufhin ihre gesamte Übernahmefantasie und verbuchte Kursverluste von rund 50 %, was insbesondere einigen diskretionär agierenden Fonds mit hohen Einzelpositionen spürbare Verluste einbrachte. Der systematische Ansatz hingegen konnte das Engagement vermeiden: Durch die kontinuierliche Neubewertung potenzieller Downside-Risiken mittels Clustering-basierter Peergroup-Analysen (die bereits frühzeitig die allgemeine Kursschwäche im Luxusgütersektor 2024 erkannten) sowie durch KI-gestützte Einschätzungen der dealspezifischen Erfolgswahrscheinlichkeit wurde das Chancen-Risiko-Profil als unattraktiv eingestuft – und entsprechend nicht investiert.

Attraktive Eigenschaften für das Portfolio

  • Geringe Korrelation zu Aktien und Anleihen: Merger Arbitrage bleibt weitgehend unabhängig von allgemeinen Marktrisiken und eignet sich als diversifizierende Beimischung.
  • Kurze Duration: Die durchschnittliche Haltedauer eines Deals liegt bei rund vier Monaten, was die Strategie weitgehend immun gegen Zinsänderungen macht.
  • Stabile Ertragsaussichten: Die Kombination aus hohen Deal-Volumina, normalisierten Spreads und einem günstigen regulatorischen sowie makroökonomischen Umfeld lässt für 2025 auch ohne den Einsatz von Hebel mindestens mittlere bis hohe einstellige Renditen erwarten.

Fazit

Merger Arbitrage steht 2025 vor einer Renaissance. Die Konvergenz aus hoher Liquidität, verbesserten regulatorischen Rahmenbedingungen, attraktiven Finanzierungskonditionen und technologischer Innovation schafft ein ideales Umfeld für Arbitrageure. Systematische, KI-gestützte Ansätze sind besonders gut positioniert, um von der neuen M&A-Welle zu profitieren und stabile, attraktive Renditen bei moderatem Risiko zu generieren.

 

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