Warum die Minimierung des Abwärtsrisikos wichtig ist?

2. November 2020

Werden weitere Lockdowns zu einer erneuten Baisse-Phase führen, wenn nun eine zweite COVID-19-Welle die gesamte Welt erfasst? Ein Beitrag von MFS Investment Management

Barnaby Wiener
Portfoliomanager
MFS® Meridian Funds –
Prudent Capital Fund

Edward Dearing
Portfoliomanager
MFS® Meridian Funds –
Prudent Capital Fund

David Cole
Portfoliomanager
MFS® Meridian Funds –
Prudent Capital Fund

Das ist zwar nie so einfach vorherzusagen, doch wir haben eine Vorstellung von den Maßnahmen der Politiker und den Auswirkungen auf die Bevölkerung, Unternehmen, Volkswirtschaften und Märkte. Da noch kein Impfstoff in Sicht ist, sind wir offensichtlich noch nicht aus dem Schneider, und es liegen immer noch reichlich Probleme vor uns, d. h. unserer Einschätzung nach zahlt sich ein umsichtiger Umgang mit Ihrem Kapital weiterhin aus.

Tritt man einen Schritt zurück und schaut sich die Gesamtsituation unter dem Aspekt der Konsumausgaben an, dann wird eines deutlich – aus den Shutdowns im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie sind eindeutige Verlierer und Gewinner hervorgegangen, denn die Vorlieben der Verbraucher haben sich drastisch verändert.

Auf dem Wohnungsmarkt beispielsweise ist der Trend zur Verstädterung – zumindest vorübergehend – gebrochen. In der Lebensmittelbranche sind die Ausgaben für zu Hause verzehrte Lebensmittel gestiegen, womit ein seit Jahrzehnten anhaltender Trend umgeschlagen ist, während deutlich weniger Geld für Mahlzeiten in Restaurants ausgegeben wird. Unser Freizeitverhalten hat sich ebenfalls verändert: Online-Streaming hat an Bedeutung gewonnen, wohingegen Kinos und Stadien fast leer oder geschlossen sind. Fluggesellschaften und die Tourismusbranche kämpfen mit anhaltenden Schwierigkeiten, denn anstatt ins Ausland zu reisen, machen die Leute im eigenen Land Urlaub, und fast alle Kreuzfahrtschiffe weltweit liegen im Hafen vor Anker.

Das mag vielleicht keine große Überraschung sein, doch die Größenordnung dieser Umsatzverschiebungen ist enorm. Verlierer verlieren nicht einfach nur, sie nehmen Schaden. Leider bleiben die Aussichten für diese Sektoren schwierig. Ohne wirksame Impfstoffe gegen das COVID-19-Virus sehen wir eine nachhaltige Erholung der unter Druck geratenen Wirtschaftszweige skeptisch.

Wir befürchten, dass die Pandemie mit einem großen Stein vergleichbar ist, der in ein ruhiges Gewässer geworfen wird. Die Wellen laufen immer noch durch die Volkswirtschaft, und die Sekundäreffekte lassen sich nicht abschätzen. Regierungen haben sowohl zu fiskal- als auch zu geldpolitischen Instrumenten gegriffen. Das sind Übergangslösungen. Staatliche Transferzahlungen haben den Dominoeffekt verhindert, der durch Unternehmensschließungen und Insolvenzen entsteht, doch irgendwann müssen es die Unternehmen aus eigener Kraft schaffen oder untergehen.

An jedem Tag mit unterdurchschnittlichem Wachstum wird das wirtschaftliche Defizit ein wenig größer. Irgendwann schlägt sich dieses wirtschaftliche Defizit als tatsächliches Defizit in den Bilanzen der Unternehmen nieder. Wenn die Umsätze einbrechen, wird die Liquidität der Unternehmen in beträchtlichem Maße in Anspruch genommen. Die Cashflows kehren sich um, und Unternehmen verbrauchen mehr liquide Mittel als sie erwirtschaften. Aus Gewinnen werden Verluste.

Von den Zentralbanken ermutigt und vielfach auch finanziert, haben die Anleihemärkte das wirtschaftliche Defizit ausgeglichen. Anleihemarktbeobachtern ist die seit Anfang 2020 massiv erhöhte Ausgabe von Schuldtiteln bestens bekannt. Staats- und Unternehmensanleihen, Anleihen von Industrie- und Schwellenländern, aus dem Finanz- und Industriesektor – offenbar wurde jeder Markt mit zusätzlichen Titeln überschwemmt. Wenn die hohe Verschuldung vor der COVID-19-Pandemie problematisch war, und aus unserer Sicht war sie das, dann ist sie in den letzten sechs Monaten in schwindelerregende Höhen gestiegen. Mit unserem nüchternen Blick sehen wir es skeptisch, dass die Lösung für die Pandemie darin bestehen soll, die Verschuldung einer bereits überschuldeten Volkswirtschaft noch weiter in die Höhe zu treiben, doch die Aktienmärkte waren im dritten Quartal offenkundig anderer Meinung.

Nachdem wir bei dem Kurseinbruch im ersten Quartal 2020 höhere Risiken eingegangen waren, haben wir deshalb das Risiko langsam wieder zurückgefahren und sind jetzt wieder möglichst defensiv aufgestellt. Unserer Meinung nach ist die Vermeidung von Verlusten ein entscheidender Aspekt bei der langfristigen Erzielung von Rendite. Wir werden das Kapital unserer Kunden daher weiterhin umsichtig anlegen, denn unser Ziel ist es, auf Sicht eines Marktzyklus besser als globale Aktien abzuschneiden.

Die in dieser Präsentation geäußerten Meinungen sind die Ansichten des Referenten und können sich jederzeit ändern. Diese Meinungen spiegeln nicht unbedingt die Ansichten von MFS oder anderen Personen bei MFS wider. Prognosen können nicht garantiert werden.

 

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In den Angebotsunterlagen des Fonds finden Sie weitere Einzelheiten, darunter Informationen zu den Risiken und Aufwendungen des Fonds. Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch wie folgt: Lateinamerika: Tel. +416 506 8418 in Toronto oder Tel. +352 46 40 10 600 in Luxemburg. Europäische Union: MFS International (U.K.) Limited, One Carter Lane, London, EC4V 5ER, Vereinigtes Königreich. Tel.: +44 (0)20 7429 7200. MFS Meridian® Funds ist eine Investmentgesellschaft mit variablem Kapital nach Luxemburger Recht. MFS Investment Management Company (Lux) S.à r.l. ist die Verwaltungsgesellschaft der Fonds und hat ihren eingetragenen Sitz in 4, Rue Albert Borschette, L-1246 Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg (Handelsregister-Nr. B.76.467). Die Verwaltungsgesellschaft und die Fonds wurden von der CSSF (Commission de Surveillance du Secteur Financier) in Luxemburg zugelassen. Die Fonds sind in Singapur als „Restricted Foreign Scheme“ zugelassen; Dokumente im Zusammenhang mit dem Angebot oder Vertrieb der Fonds dürfen in Singapur daher nur an qualifizierte Anleger im Sinne von Chapter 289, Section 304 und 305(2) des Securities and Futures Act weitergegeben werden.

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