Vorbereitung auf die US-Präsidentschaftswahlen 2020

14. Oktober 2020

Warum Investoren investiert bleiben und abwarten sollten, bis sich der Noise gelegt hat. Ein Beitrag von Principal Global Investors

Noch immer leiden Anleger und Märkte unter der Pandemie, und vor ihnen liegt eine nur langsame, volatile Erholung der Wirtschaft. Und schon rückt eine weitere Unsicherheitsquelle immer näher: die US-Präsidentschaftswahlen im November.

In der Vergangenheit haben sich die Aktienmärkte in Wahljahren unterdurchschnittlich entwickelt. Das liegt daran, dass sich Investoren automatisch mehr Sorgen um den Konjunkturausblick machen, wenn die geplanten Veränderungen der Präsidentschaftskandidaten im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Hinzu kommt, dass die Märkte keine Ereignisse mit binären Ergebnissen mögen, vor allem, wenn ihre Folgen schwer vorherzusehen sind.

Nach unseren Analysen verschwindet der Noise meist weitgehend, sobald die Wahlen vorüber sind, sodass sich risikoreiche Wertpapiere wieder gemäß ihren Fundamentaldaten entwickeln. Vor diesen Wahlen sollten sich Investoren folgende Fragen stellen:

  • Was genau passiert eigentlich wirklich an der politischen Front?
  • Wie sollte ich mein Portfolio angesichts der derzeit maßgeblichen Marktfaktoren positionieren?
  • Welche strukturellen Folgen könnten die Wahlen für die Märkte haben?

US-Wahlen 2020

Deciphering the ride of markets in 2020

Obwohl das diesjährige Rennen um die Präsidentschaft angesichts der tiefen Kluft zwischen den Parteien besonders kämpferisch sein wird, gibt es zurzeit einen Spitzenreiter.

Am 21. August lag Joe Biden im Durchschnitt der nationalen Umfragen von RealClearPolitics 8% vor Präsident Donald Trump. Anfang Juni hatte der Vorsprung erst 6% betragen. Biden lag auch bei den möglichen Wählern und in einigen Swing States klar vorn. Anders als 2016, als Hillary Clinton kandidierte und die Umfrageergebnisse stark schwankten (von 11% bis 0% Vorsprung), ist Biden seit Anfang des Jahres der klare Gewinner.

Zwar haben sich die Prozesse in den letzten Jahren verbessert, aber die Umfragen werden die bevorstehenden Wahlen niemals 1:1 wiedergeben können. 2016 lag Hillary Clinton in den Umfragen USA-weit um insgesamt drei Prozentpunkte vorn.

Als sich der Rauch verzogen hatte, hatte sie die Mehrheit der Wählerstimmen gewonnen, verlor dann aber überraschend im Wahlmännerkollegium. Deshalb ist die Skepsis der Investoren  gegenüber den nationalen Wahlumfragen gestiegen.

Zwar hat Biden seinen Vorsprung in den Umfragen zur Wahl 2020 stabil halten können, aber wegen der pandemiebedingten Volatilität und möglicher Ungenauigkeiten bei den Umfragen ist der Wahlausgang keineswegs sicher. Dennoch wird es der amtierende Präsident sehr schwer haben, zumal seine nationale Zustimmungsquote nur bei 40% liegt. Nur zwei Präsidenten hatten bislang zu diesem Zeitpunkt ihrer Amtszeit noch schlechtere Quoten: George H. W. Bush und Jimmy Carter. Für beide war nach einer Amtszeit Schluss.

Es geht um mehr als die Präsidentschaft

Die bevorstehende Wahl entscheidet nicht nur, wer Präsident wird. Sie entscheidet auch über die Mehrheit im US-Kongress, und das ist durchaus spannend.

Alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus werden neu vergeben. Zurzeit entfallen 232 davon auf die Demokraten. Um weiter die Mehrheit zu stellen, müssen sie 218 Sitze behalten. Da Amtsinhaber von Natur aus im Vorteil sind und angesichts der Umfrageergebnisse dürfte das im November gelingen.

Im Senat haben dagegen die Republikaner mit 53 von 100 Sitzen die Mehrheit. Bei den diesjährigen Wahlen stehen 35 Senatorensitze zur Disposition. Davon halten die Republikaner zurzeit 23. Um die Mehrheit im Senat zu gewinnen, müssen die Demokraten den Republikanern drei Sitze abnehmen (und ihre eigenen 12 behalten), wenn der neue Präsident ein Demokrat ist. Bei einem republikanischen Präsidenten brauchen sie vier.

Zurzeit scheinen die Märkte mit einer „blauen Welle“ zu rechnen und davon auszugehen, dass die Demokraten sowohl ins Weiße Haus einziehen als auch in beiden Kammern des Kongresses die Mehrheit gewinnen. Im Falle eines knappen Ergebnisses kann aber eine Anfechtung nicht ausgeschlossen werden.

Zweifellos haben sich die Investoren die Äußerungen von Präsident Trump zur Fairness der Wahlen gemerkt. Zwar lässt sich die Wahl nicht ohne Kongressbeschluss verschieben, aber Trump könnte im Falle einer Niederlage den Vorwurf des Wahlbetrugs erheben. Wie bei vielen Nachrichten im Zusammenhang mit den Wahlen könnte es zu schockierenden Schlagzeilen und steigender politischer Unsicherheit kommen. Aber das dürfte sich nur begrenzt auf die Investmentmärkte auswirken.

Warum man jetzt investiert bleiben sollte

Lassen Sie sich nicht von politischen Überzeugungen von Ihren langfristigen Plänen abbringen

Leicht können sich Investoren bei der langfristigen Anlageplanung von ihren politischen Einschätzungen leiten lassen. Manche schichten rasch ihre Portfolios um oder steigen ganz aus, weil sie ein bestimmtes Wahlergebnis befürchten. Politische Experten (und einige Investoren) behaupten zwar gern, dass Demokraten im Amt schlecht und republikanische Mehrheiten von Vorteil für die Aktienmärkte sein können. Tatsächlich ist die Bilanz beider Parteien im Großen und Ganzen positiv.

Nach unseren Analysen besteht kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der Regierungspartei und der Aktienmarktperformance. Einfach gesagt, waren die Aktienerträge im Mittel nicht besser oder schlechter, wenn in der Vergangenheit Demokraten oder Republikaner Erdrutschsiege erzielten oder der Kongress geteilt war.

Interessant ist auch, dass die Republikaner seit 1928 nur 160 Mal sowohl den Präsidenten gestellt als auch die Mehrheit in beiden Kammern hatten. Bei den Demokraten war dies 403 Mal der Fall. Wenn also ein Anleger nur in den Jahren investiert hat, in denen eine Partei die volle Regierungskontrolle hatte, hat er mehrere Jahreserträge verpasst.

Der wichtigste Grund, unabhängig von der Regierungsstruktur investiert zu bleiben, ist das laut Einstein „8. Weltwunder“: der Zinseszinseffekt.

Aus 1.000 während der Amtszeit von Calvin Coolidge (1928) investierten US-Dollar wären bis heute fast 6.000.000 US-Dollar geworden. In diesem Zeitraum gab es neun republikanische und sieben demokratische Präsidenten. Ein Marktausstieg wegen des Sieges einer bestimmten Partei oder eines bestimmten Kandidaten hätte die langfristigen Erträge stark dezimiert.

Unsere Analysen zeigen auch, wie gefährlich es ist, ein Portfolio in Vorbereitung auf den wahrscheinlichsten Gewinner umzuschichten. Wahlumfragen haben beileibe nicht immer recht behalten – ebenso wenig wie Marktprognosen. Denken Sie beispielsweise daran, dass es 2016 als fast sicher galt, dass der Sieg Trumps schlecht für Risikoassets sein würde. Tatsächlich zählte die Marktentwicklung unter Trump bis zur COVID-19- Krise zu den besten in den letzten Jahrzehnten und erwischte viele Investoren, die katastrophale Folgen für die US-Wirtschaft erwartet hatten, auf dem falschen Fuß.

Wer seine langfristige Portfolio-Allokation auf Grundlage einer bestimmten politischen Erwartung verändert, spricht der US-Wirtschaft ihre Wachstumsfähigkeit ab. Aus unserer Sicht eignet sich ein aktiver langfristiger Ansatz vermutlich sogar für Investoren, die sich Sorgen um den Wahlausgang machen.

Volatilität vermutlich nicht von Dauer

Ein recht gut vorhersehbarer Aspekt jeder Wahl ist die vorangehende Volatilität, weil die Marktteilnehmer die mögliche Politik der künftigen Regierung immer wieder neu einschätzen und entsprechend reagieren. Diese volatile Phase dauert aber in der Regel nicht lange, und die Märkte entscheiden bald wieder auf Grundlage der Fundamentaldaten. Tatsächlich ist der S&P 500 in 17 der letzten 19 Präsidentschaftswahljahre gestiegen.

Vorbereitung auf niedrige Zinsen und eine schwache Erholung

Trotz Pandemie und bevorstehender Wahlen hat sich der S&P 500 in diesem Jahr stark erholt und kaum Pausen eingelegt, weil die US Federal Reserve weiter reichlich Liquidität in das Finanzsystem pumpt. Dank dieser Liquidität ist der PGAA Global Financial Conditions Index auf neue Höchststände gestiegen, und die Märkte folgten auf dem Fuße.

Die Zinspolitik der Fed signalisiert, dass die Leitzinsen bis mindestens 2023 unverändert bleiben. Und weil sie laut ihrem Vorsitzenden Jerome Powell „nicht im Entferntesten daran denkt, die Zinsen zu erhöhen“, könnten die Renditen kurz laufender Treasuries nahe null verharren. Vermutlich wird die Zentralbank auch einen zu starken Anstieg der Langfristzinsen verhindern.

Die Erholung der US-Wirtschaft wird unterdessen anhalten. Das Verhalten der Verbraucher und Unternehmen wird sich normalisieren, wenn auch wegen der pandemiebedingten Volatilität nur allmählich.

Aus unserer Sicht sollten Investoren jetzt voll investiert sein und dies bis nach den Wahlen bleiben. Allerdings halten wir es durchaus für sinnvoll, in diesem Jahr die US-Risiken etwas zu mindern, weil Konjunktursorgen und Bewertungen die Performance belasten. Außerdem sollte man vielleicht vernünftigerweise bereit sein, ausgewählte Chancen zu nutzen, die durch nicht wahlbedingte Volatilität entstehen.

Langfristige politische Entscheidungen im Auge behalten

Durch die Wahl werden die Märkte kurzfristig volatil, aber aus unserer Sicht gibt es wichtigere Ereignisse und politische Entscheidungen, die die Märkte langfristig beeinflussen werden.

(1)   Die Beziehungen zwischen den USA und China

Zweifellos befinden sich die USA und China in einem Kampf um die strategische Vorherrschaft und arbeiten zugleich gerade so viel zusammen, dass ihre Volkswirtschaften keinen Schaden nehmen.

In jüngster Zeit hat sich die US-Regierung gegenüber China sehr kämpferisch gezeigt. Im Rahmen von Trumps „America First“- Politik zogen sich die USA aus der Transpazifischen Partnerschaft zurück, führten Zölle auf Waren aus China ein und schränkten die chinesische Beteiligung an amerikanischen Sicherheitssystemen und Technologien ein und bremsten Investitionen aus China.

Ein Sieg Bidens würde die Wogen zwischen den USA und China nicht unbedingt glätten. Tatsächlich tut der frühere Vizepräsident alles, um die Vorstellung zu zerstreuen, dass er gegenüber China weniger hart auftreten würde. Er würde Handelsgespräche aber völlig anders angehen als Trump. Biden hat das Phase- 1-Handelsabkommen des Präsidenten mit China kritisiert, weil es „die wirklichen Probleme, die Ursachen des Konflikts, nicht lösen wird“, und darauf hingewiesen, dass er den Konflikt wahrscheinlich über den Handel hinaus auf Technologie-, Finanz- und Menschenrechtsfragen ausweiten würde.

Welche Folgen die Spannungen zwischen den USA und China für die Märkte haben, ist schwer in Zahlen zu fassen. Trotz manchmal stärkerer und manchmal weniger starker Handelsbedenken und anhaltender politischer Scharmützel sind die Märkte in den letzten vier Jahren deutlich gestiegen. Von November 2016 bis Juli 2020 sind der MSCI China Index und der S&P 500 um 54% und 52% gestiegen.

Solange das Wachstum der Unternehmensgewinne nicht nachlässt und die Fiskalpolitik locker bleibt, könnten die Märkten die dauernde Anti-China-Rhetorik unbeachtet lassen.

(2)   Technologie-Mega-Caps: Die unsichtbaren Riesen

Technologieunternehmen (Apple, Amazon, Alphabet, Facebook, Microsoft, Intel, Netflix und Nvidia) waren maßgeblich für die US-Aktienerträge – sowohl während der Pandemie als auch in den Jahren davor. Zusammen mit Tesla bilden sie den 2017 von Principal Global Asset Allocation eingeführten BANG+US Index.

Da darauf knapp über 26% der Marktkapitalisierung des S&P 500 entfallen, hängt der Erfolg des US-Aktienmarktes vor allem vom BANG+US Index ab.

Sich abzeichnende politische Standpunkte könnten die Big Tech belasten. Biden unterstützt aufsichtsrechtliche Maßnahmen, um die Größe von Mega Caps zu begrenzen, und viele Republikaner sind der Ansicht, dass Technologie die Stimmen der Konservativen zensiert. Da Technologieunternehmen schon jetzt unter strenger Beobachtung beider Seiten stehen, würde eine „blaue Welle“ im November die Aussichten des Sektors nicht unbedingt stärker eintrüben als eine „rote“.

Dennoch könnte der Ausblick für Big Tech besser sein, als es scheint. Bislang haben beide Parteien den Sektor gleichbehandelt und die Unternehmen des BANG+US in einen Topf geworfen, auch wenn sie sehr unterschiedlich sind. Es sieht also so aus, als hätte der Kongress nicht nur Schwierigkeiten, diese Unternehmen zu verstehen, sondern als wären die politischen Attacken zudem eher heiße Luft als ein ernsthafter Vorstoß für strengere Regulierungen.

Sowohl die hohe Gewichtung von Mega-Cap- Technologieunternehmen in den US-Indizes als auch der enorme Erfolg des Sektors insgesamt bieten einen gewissen Schutz. Jeder Vorstoß gegen diese Unternehmen könnte die Aktienmarktperformance belasten und hätte enorme Folgen für eine Wirtschaft, die sich gerade von einer der schlimmsten Krisen aller Zeiten erholt.

Wichtiger noch ist, dass diese Firmen während der Pandemie den Menschen geholfen und anderen Unternehmen ermöglicht haben, während des Lockdowns mit Homeoffice-Lösungen weiterzumachen. Vorausgesetzt, Big Tech nutzt die Abhängigkeit der Verbraucher nicht aus, sind private Initiativen für eine strengere Regulierung wenig wahrscheinlich.

(3)   Wie man ein Defizit finanziert: Körperschaftssteuern

Selbst ohne die massiven staatlichen Ausgaben zur Unterstützung der US-Verbraucher und -Unternehmen während der COVID-19- Pandemie stünde die Verringerung der Schuldenlast sicherlich ganz oben auf der To-do-Liste der nächsten US-Administration.

Trump und Biden scheinen unterschiedliche Vorstellungen von der Lösung dieses Problems zu haben.

Die von Präsident Trump bevorzugte Taktik scheint zu sein, die Schulden durch starkes Wirtschaftswachstum zu mindern. Er dürfte wohl eher Steuern senken, statt sie zu erhöhen, und versuchen, ein nominales Wachstum über dem Marktzins zu erreichen. Bei seinen Wählern mag dieses Vorgehen auf Zustimmung stoßen, aber die Geschichte lehrt uns, dass es bislang nur selten erfolgreich war, ohne zugleich die Inflation in die Höhe zu treiben.

Zu Bidens Plan gehören dagegen auch höhere Körperschafts- und Einkommensteuern. In seiner Kampagne heißt es bereits, dass man die Steuersenkungen von Präsident Trump möglicherweise teilweise zurücknehmen will. Er hatte den Spitzensteuersatz von 35% auf 21% gesenkt. Eine Anhebung der Körperschaftssteuer auf die vorgeschlagenen 28% würde dem US-Defizit sicherlich guttun. Schätzungen zufolge könnten die Staatseinnahmen dann in den nächsten zehn Jahren um etwa 4 Billionen US-Dollar steigen. Das entspricht rund 1,5% des BIP.

Von den genannten politischen Themen haben die Steuererhöhungen den größten Einfluss auf die Märkte insgesamt. Schließlich beeinflussen Steuern die Gewinne und damit auch die Unternehmensbewertungen. Aber obgleich Bidens Kampagne bekanntermaßen Steuererhöhungen vorsieht, ist noch nichts in Stein gemeißelt.

Wenn er gewinnt und die Wirtschaft noch immer nicht stabil ist, rückt er vielleicht ein Stück von seinen Steuererhöhungsplänen ab. Wenn er aber tatsächlich in einem unsicheren Konjunkturumfeld die Unternehmenskosten erhöht, könnte er nach einer Amtszeit wieder abtreten müssen. Stattdessen könnte er sich darauf konzentrieren, eine starke Erholung der Wirtschaft zu fördern und die Lage am Arbeitsmarkt zu verbessern.

Auswirkungen für Investoren

Die US-Wahl im November wird vermutlich eine der am meisten polarisierenden und von Gegensätzen geprägten der jüngsten Vergangenheit. Zusammen mit der noch immer andauernden Pandemie und dem Existenzkampf der arbeitenden Bevölkerung und der Unternehmen spricht dies für enorme Unsicherheit und hohe Volatilität. Aber die schwierigen Entscheidungen müssen an den Wahlurnen gefällt werden. Investoren sollten bei der Frage nach der Positionierung ihrer Portfolios klar und langfristig denken.

Die bislang einzigartig expansive Geldpolitik und die reichlich vorhandene Liquidität haben für lockere Finanzbedingungen gesorgt. Sie haben die Märkte maßgeblich gestützt und auf neue Rekordhochs getrieben, obgleich die USA in einer der schlimmsten sozialen und Gesundheitskrisen aller Zeiten steckt.

Deshalb sollte aus unserer Sicht keines der möglichen Wahlergebnisse ein Grund dafür sein, sich gegen die fundamentalen Marktfaktoren zu stellen und die Portfolio- Allokation wesentlich zu verändern – so besorgniserregend der wahlbedingte Noise auch scheinen mag.

Denn eines steht fest: Weder das Weiße Haus, von wem auch immer es bewohnt wird, noch die Mehrheit im Kongress werden die Federal Reserve von ihrem Kurs abbringen.

Ungeachtet der Wahlen bestehen einige strukturelle Probleme, die gewissen Einfluss auf die Märkte haben könnten und die man deshalb im Blick behalten sollte. Dazu zählen vor allem die Beziehungen zwischen den USA und China, die mögliche Regulierung der Big Tech und die Frage nach der Finanzierung des US-Haushaltsdefizits. Wenn die Märkte die Bedenken hinter sich gelassen haben, werden die Unternehmensgewinne und geld- und fiskalpolitische Wachstumsprogramme noch wichtiger ein.

Am Ende hat es sich bislang nur selten ausgezahlt, sich bei wahlbedingter Volatilität aus den Märkten zurückzuziehen. Investoren sollten sich weiterhin an den Fundamentaldaten orientieren. Sie und nicht die Wahlen bestimmen die Märkte langfristig. Bleiben Sie investiert und warten Sie, bis sich der Noise gelegt hat.

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Der S&P 500, oder einfach der S&P, ist ein Aktienmarktindex, der die Kursentwicklung der Aktien der 500 größten an einer US-Börse notierten Unternehmen misst.

Der MSCI USA Index misst die Wertentwicklung der US-amerikanischen Large Caps und Mid Caps. Mit 616 Unternehmen entfallen auf ihn etwa 85% der um den Streubesitz bereinigten Marktkapitalisierung aller US-Unternehmen.

Der MSCI China Index erfasst chinesische Large- und Mid-Cap-A-Shares aus China, H-Shares, B-Shares, Red Chips, P-Chips und ausländische Notierungen (z.B. ADRs).

Der MSCI Emerging Markets Index besteht aus Large Caps und Mid Caps aus 24 Ländern und hat 10% Anteil an der Kapitalisierung der internationalen Aktienmärkte. Der Index deckt etwa 85% der um den Streubesitz bereinigten Marktkapitalisierung in jedem der 24 Länder ab.

Der MSCI ACWI ex-USA Index umfasst Large Caps und Mid Caps aus 22 von 23 Industrieländern (ohne USA) und 26 Schwellenländern (Emerging Markets).

Risikohinweise

Anlagen sind mit Risiken verbunden. Kapitalverluste sind möglich. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für künftige Ergebnisse. Asset- Allokation und Diversifikation sind keine Garantie für Erträge und schützen nicht vor Verlusten. Aktienanlagen sind mit höheren Risiken verbunden und möglicherweise volatiler als Festzinsanlagen. Festzinsanlagen unterliegen dem Zinsrisiko. Wenn die Zinsen steigen, sinkt der Kurs von Anleihen. Weltweite Anlagen unterliegen höheren Risiken wie Währungsschwankungen, politische/soziale Unsicherheit und unterschiedliche Rechnungslegungsstandards.

Rohstoffterminkontrakte sind in der Regel volatil und nicht für alle Investoren geeignet. Interessenten sollten sich der Risiken von Immobilienanlagen und -eigentum bewusst sein. Zu ihnen zählen Wertschwankungen, Kursschwankungen, Liquiditätsrisiken, Leveragerisiko, Kreditrisiko, Vermietungsrisiko und rechtliche Risiken.

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