Versteckte Akteure der Digitalisierung

1. Mai 2020

Von Augustin LECOQ - Aktienfondsmanager bei Mandarine Gestion

In dieser Zeit der eingetrübten Quartalsberichte und der erhöhten Volatilität erinnert uns die mangelnde kurzfristige Visibilität daran, wie wichtig ein mittelfristiger Anlagehorizont ist. Unter diesen konjunkturellen Bedingungen wird der strukturelle Trend hin zur Digitalisierung der Wirtschaft mehr denn je gestärkt und ihre Vertreter schlagen sich an der Börse vergleichsweise gut. Anschaulich zeigt sich das darin, dass die fünf am höchsten kapitalisierten Werte des S&P 500, also Microsoft, Apple, Amazon, Alphabet (Google) und Facebook, inzwischen über 20% des Index ausmachen – eine Konzentration, wie es sie seit den 1970er-Jahren nicht mehr gegeben hat.

Wer sich als Anleger in diesem Thema positionieren und gleichzeitig sein Portfolio diversifizieren möchte, für den bieten sich börsennotierte Nebenwerte (Mid-, Small- und Micro-Caps) als Alternativen an. In diesem Bereich, der weltweit Tausende von Unternehmen umfasst, ermöglichen es zahlreiche Vertreter, in innovative Akteure zu investieren, die verschiedene Geschäftszweige digitalisieren.

Im Bereich Unternehmensdienstleistungen demokratisiert Tinexta die digitale Unterschrift, Esker „dematerialisiert“ – also digitalisiert – den Schriftverkehr mit Kunden und Zulieferern, Fortnox automatisiert Prozesse in der Buchhaltung und im Finanzwesen, während Atoss Software das Personalmanagement reibungsloser gestaltet. Lauter Unternehmen, die häufig verkannt werden, was jedoch ihre Produkte umso interessanter macht. Die Digitalisierung wird unter anderem bei den öffentlichen Dienstleistungen unentbehrlich sein, um Ausgaben zu begrenzen, die Effizienz zu steigern und den stark gestiegenen Staatsausgaben entgegenzuwirken. In diesem Markt positioniert sich cBrain, ein dänisches Micro-Cap-Unternehmen, das bereits in 15 der 19 Ministerien des Landes vertreten ist und dessen Verwaltung als europaweit führend in puncto Effizienz gilt.

Auch die Telearbeit zeigt, dass dieses Phänomen anzieht, und wie interessant es ist. Auch wenn es an sich nicht neu ist, so wird es die kürzlich erfolgte allgemeine Ausbreitung doch zweifellos ermöglichen, dass es nachhaltig durchstartet und denjenigen Akteuren zugutekommen wird, die sich bereits gut aufgestellt haben. Dies gilt beispielsweise für Audiocodes, einen Spezialisten für die Digitalisierung von gesprochenem Text, der vor allem mit Microsoft in Sachen Teams zusammenarbeitet und soeben außerdem eine Partnerschaft mit Google geschlossen hat, für MNF Group, einen australischen Pionier auf dem Gebiet der digitalen Kommunikation, oder Kape Technologies, Anbieter der VPN-Technologie, die in der breiten Öffentlichkeit noch vor wenigen Wochen kaum bekannt war, aber inzwischen für zahlreiche Telearbeiter omnipräsent ist.

Damit sich diese Thematik weiterentwickeln kann, muss sie sich allerdings auch auf eine zuverlässige Netzinfrastruktur stützen können. Silicom und Ekinops entwickeln zu diesem Zweck Lösungen, mit deren Hilfe die Betreiber ihre Netze ausbauen und verbessern können, und dank der Komprimierungstechnologie von Ateme lässt sich die Auslastung der Netze unter Wahrung der gewünschten Qualität begrenzen. Parallel dazu wurde das italienische Unternehmen Wiit europaweit führend im Bereich privater Cloud-Infrastruktur.

Und damit dieses Ökosystem zu einer Dauereinrichtung werden kann, wird auch die Cybersicherheit zu einem Schlüsselsektor. COVID-19 sollte nicht dazu führen, dass wir die Gefahr durch Computerviren vergessen. Auf diesem enorm großen Markt versucht das finnische mittelständische Unternehmen F-Secure Fuß zu fassen.

Diese unterschiedlichen Beispiele, die in den Fonds Mandarine Europe Microcap und Mandarine Global Microcap vertreten sind, veranschaulichen, wie innovativ diese Unternehmen sind, und ermöglichen es, über verschiedene Sektoren diversifiziert in diese Thematik zu investieren.

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