Lupus alpha Asset Management AG

Höher kann er immer. Viel runter geht er nimmer.

24. August 2022 (Anzeige)

Der Lupus alpha Return investiert über Optionen in Aktien und das mit 90% Wertsicherung*. Seit 2007 hat er die Wertuntergrenze nie verletzt – und das ohne Cashlock. Der CIO Alternative Solutions Alexander Raviol über die aktuelle Lage, ob jetzt ein guter Einstiegspunkt für den Fonds ist und warum er kein Cashlock fürchten muss.

Die Märkte bleiben höchst unsicher, Ihr Fonds liegt schon zur Jahresmitte bei rund minus 8 Prozent – müssen Sie sich um Ihre Wertuntergrenze sorgen?

Um die Wertuntergrenze muss ich mir keine Sorgen machen – wenn der Fonds auf 90 Prozent seines Werts zum Jahresbeginn fällt, kann er aufgrund seiner Optionsstruktur nicht noch weiter fallen, ganz unabhängig davon, was an den Märkten passiert. Der Fonds ist dann praktisch in Wartestellung, und wenn die Märkte wieder nach oben drehen, dreht er mit. Denn im Cashlock ist sein Vermögen nie gefangen: Zwar ist sein in der Optionsstruktur gebundenes Risikobudget im schlechtesten Fall verbraucht. Im Unterschied zu anderen Konzepten zur Wertsicherung lebt es aber wieder neu auf, sobald die Märkte sich erholen.

Was ist das Schlechteste, das Ihren Investoren dieses Jahr noch passieren kann?  

Wer schon zu Jahresbeginn investiert war, kann maximal zehn Prozent Verlust machen, also noch rund zwei weitere Prozentpunkte vom jetzigen Stand aus gesehen. Zum Jahreswechsel würde dann die Wertuntergrenze nach unten angepasst und es ginge ab dem 1. Januar 2023 mit neuem Risikobudget von vorne los. Oder es kommt ganz anders: Die Märkte steigen wieder, und damit auch der Fonds. Auch dann wird die Wertuntergrenze zum Jahreswechsel angepasst – im besten Fall nach oben, wenn die Erholung den Anteilswert vom Jahresanfang noch übersteigt. Seit Auflegung des Fonds im Jahr 2007 wurde die Wertuntergrenze in den weitaus meisten Jahren tatsächlich angehoben.

Wie sehen Sie die Märkte, sollte man jetzt neu investieren?

Für Neu-Investoren ist es sogar ein guter Zeitpunkt einzusteigen, denn das Verlustrisiko bis zum Jahresende liegt nur noch im verbliebenen Abstand zur Wertuntergrenze, also bei etwa zwei Prozent. Dafür partizipiert der Fonds an den Märkten, wenn eine positive Überraschung diese wieder nach oben ausbrechen lässt. Was unsere Marktmeinung angeht: In unserer Rolle als Manager des Lupus alpha Return analysieren wir die Märkte in allen Hinsichten und haben natürlich auch eine Einschätzung, wir steuern das Portfolio aber trotzdem prognosefrei. Und es ist ja wirklich so, dass wir alle nicht wissen, wie es weitergeht in der Weltpolitik, an den Rohstoffmärkten, mit der Energieversorgung, mit Corona und den Lieferketten, mit der Konjunktur. Wir haben so viele Variablen – der Fonds ist für alle Szenarien gut aufgestellt, und er passt sich automatisch an das Marktgeschehen an. 

Sie sagen, Sie arbeiten „prognosefrei“ und der Fonds passt sich „automatisch“ an das Marktumfeld an – wie geht das?

Das Portfolio ist zweigeteilt: Der weitaus größere Teil ist in sehr sichere und liquide europäische Covered-Bonds investiert. Den deutlich kleineren Teil bildet das Optionsportfolio. Damit liegt das Risiko allein in den von uns gezahlten Optionsprämien. Haben die Optionen in fallenden Märkten ihren Wert verloren, befinden sie sich aber noch immer im Portfolio. Sobald die Märkte wieder anspringen, springen auch diese Optionen wieder an und sorgen dafür, dass die Investoren an der Aufwärtsbewegung partizipieren – ganz automatisch und ohne, dass wir eine Meinung zur Marktentwicklung haben müssen. Weil die Partizipation nach unten eng begrenzt ist, nach oben aber unbegrenzt, sprechen wir von einem asymmetrischen Rendite-Risiko-Profil. Dabei ist die Partizipation nach oben kleiner als eins-zu-eins, das ist der Preis für die Absicherung nach unten. Sobald wir dieses Profil mithilfe von Optionen aufgesetzt haben, erfüllt es im Grundsatz automatisch und ohne unser weiteres Zutun seinen Zweck.

Gleichzeitig sagen Sie aber, der Fonds verfolge einen aktiven Managementansatz. Wie geht das zusammen? 

Es gibt unzählige Möglichkeiten, mit Optionen das asymmetrische Profil des Portfolios aufzusetzen. Zum Beispiel können wir eine Partizipation am Aktienmarkt von 40 Prozent fast beliebig mit einem Risikobudget von vier Prozent oder zehn Prozent oder ganz anders darstellen. Das ist eine aktive Entscheidung. Zudem ist es wenig sinnvoll, an der einmal gewählten Positionierung statisch festzuhalten – eine solche Welt wäre zu einfach. Zum Beispiel ist die Volatilität ein wesentlich preisbestimmender Parameter für Optionen, der sich andauernd ändert. Damit ändern sich auch die Optionen.

Was managen Sie noch aktiv an Ihrem Optionsportfolio?

Wir wählen den Typ der Optionen aus, wir entscheiden über ihre Laufzeiten, über ihre Ausübungspreise und ihre sonstigen Eigenschaften. Das wichtigste Kriterium für die Optimierung unseres Portfolios sind die Kosten der Struktur, denn diese laufen aufgrund der Eigenschaften von Optionen gegen unsere Rendite. Ein anderes Beispiel: Je größer bei steigenden Kursen der Abstand zur Wertuntergrenze wird, desto weniger ausgeprägt ist die Asymmetrie. Auch das ist ein Automatismus im Optionsportfolio. Wollen wir nach einem Kursanstieg die Asymmetrie wieder vergrößern, zum Beispiel um Rendite nach unten abzusichern, können wir das tun, indem wir das Portfolio entsprechend anpassen.

Wie stark partizipieren Ihre Investoren an steigenden Märkten?

Je näher die Wertuntergrenze kommt, desto stärker ist zwar die Asymmetrie im Optionsportfolio ausgeprägt, die Partizipation nach oben geht aber zurück. Wenn die Märkte dann wieder steigen, nimmt die Partizipation des Fonds automatisch überproportional zu. Man könnte „Partizipation“ auch in „Aktienquote“ übersetzen: In der Vergangenheit hat sie kurzzeitig auch schon die 60 Prozent überschritten. Die mittlere Aktienquote des Fonds liegt bei etwa 40 Prozent. Auch in ruhigen Zeiten orientieren wir uns an dieser Quote, damit wir bei einer Korrektur nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden.

In welchen Märkten bewegen Sie sich mit Ihren Optionen?

Das Optionsportfolio des Lupus alpha Return bildet quasi die Regionen Nordamerika, Europa und Asien mit ihren groben Anteilen am MSCI World Index ab.

Insgesamt hört sich das Konzept des Lupus alpha Return ziemlich prozyklisch an … 

Das ist absolut richtig. In einem Jahr, in dem die Aktienmärkte fallen, kann der Fonds nicht steigen. Die Strategie ist für Investoren gedacht, die ein eng begrenztes Risikobudget haben und dennoch an steigenden Märkten partizipieren wollen. Wenn das Vermögen größere Schwankungen verträgt, fährt man mit unserem Lupus alpha Equity Protect besser. Der hat seine Wertuntergrenze bei 75 Prozent, kann dafür aber deutlich stärker an steigenden Märkten partizipieren. Wer die volle Chance am Aktienmarkt sucht, braucht auch das volle Risiko – er ist in unseren Aktienfonds am besten aufgehoben.

Mehr zum Lupus alpha Return

* Wertuntergrenze von 90 % per Kalenderjahresende. Verlustvermeidung, Kapitalerhalt oder die Einhaltung der Wertuntergrenze können zu keiner Zeit garantiert oder gewährleistet werden. Beim Kauf innerhalb eines Jahres kann ein erhöhtes Risiko bestehen. Die Wertuntergrenze wird jedes Kalenderjahr neu festgelegt.

Wertentwicklung (Lupus alpha Return I) seit Auflage 2,57%  p.a. bei einer Volatilität von 4,96% p.a. Entwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse.

 

Bruttowertentwicklung (BVI-Methode): Die Bruttowertentwicklung berücksichtigt bereits alle auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. Verwaltungsvergütung) und geht von einer Wiederanlage eventueller Ausschüttungen aus. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten wie Ausgabeaufschlag und Depotkosten sind nicht berücksichtigt. Sofern nicht anders angegeben entsprechen alle dargestellten Wertentwicklungen der Bruttowertentwicklung. Bitte beachten Sie: Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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