Grüne Welle

18. Januar 2021 (Anzeige)

2020 war ein Ausnahmejahr, das durch schwere Erschütterungen wie die Covid-19-Pandemie, den durch Lockdowns und Einschränkungen verursachten Konjunkturrückgang, soziale Spannungen und Umweltkatastrophen geprägt war. 2020 war jedoch auch das Jahr der „grünen Wende“, mit der die Welt gegen die Zerstörung des Planeten zu kämpfen begonnen hat.

Von Adrien Dumas und Marcelo Preto, Fondsmanager des Mandarine Global Transition (ISIN FR001346462)

Politischer Wille

Als die Europäische Kommission im Dezember 2019 ihren „New Green Deal“ bekannt gab, ging Europa voran, um eine führende Rolle im Kampf gegen die Erderwärmung zu übernehmen. Mit dem grünen Pakt verpflichtete man sich, bis 2050 CO2-neutral zu sein. Diesem Ziel haben die europäischen Mitgliedstaaten zugestimmt. Das darauf folgende 750 Milliarden Euro schwere europäische Konjunkturpaket war darauf ausgerichtet, die Ziele des grünen Pakts einzuhalten, und wies für die ökologische und energetische Wende einen in dieser Höhe einmaligen Betrag aus, der bei 30 Prozent der Mittel lag.

China gab als weltweit größter Emittent von Treibhausgasen ebenfalls seine Selbstverpflichtung zur CO2-Neutralität bekannt. Auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September 2020 kündigte Präsident Xi Jinping an, dass China sich dazu verpflichte, noch vor 2030 den Höchststand an CO2-Emissionen zu erreichen und bis 2060 CO2-neutral zu sein.

Die USA zeigten ebenfalls ihren Willen, „grüner“ zu werden. Joe Biden, der gewählte Präsident der größten Volkswirtschaft der Welt, machte den Klimawandel zu einem der Hauptthemen seines Wahlkampfs und versprach einen ambitionierten Klimaplan in Höhe von 2 000 Milliarden Dollar sowie den Wiederbeitritt zum Pariser Klimaschutzabkommen. Nun muss er nur noch die Unterstützung seitens der lokalen Abgeordneten sicherstellen, um diese Umweltpolitik umzusetzen.

Acht der zehn größten Volkswirtschaften der Welt, darunter Japan, haben sich somit Ziele zum Erreichen der Kohlenstoffneutralität gesteckt. Wenn diese Länder ihre Versprechen halten, könnte die Welt das Ziel verwirklichen, die Erwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten.

Eine langfristige Vision

Laut Schätzungen werden grüne Investitionen in Kombination mit einer Erhöhung der Kohlenstoffpreise zur erforderlichen Verringerung der Emissionen führen.1 Allerdings ist während der Übergangsphase, bevor die langfristigen Vorteile zum Tragen kommen, mit einem leichten Rückgang des BIP zu rechnen. Der Wandel wird die Weltwirtschaft auf eine solidere Basis stellen und mittelfristig sowie darüber hinaus nachhaltiger gestalten.

Die sogenannten „sauberen“ Technologien werden gegenüber den umweltverschmutzenden Technologien immer preiswerter und wettbewerbsfähiger. Die Veränderung des Energiemixes ist das beste Beispiel für diese neue Dynamik: Die Stromerzeugung auf Grundlage erneuerbarer Energien ersetzt immer mehr die Erzeugung auf Grundlage fossiler Brennstoffe. Diese Veränderung bei der Stromproduktion wurde durch technologische Entwicklungen möglich und führte so auch zur starken Senkung der durchschnittlichen Energiekosten. In der Tat wurde die Energie, die mit Solarpanels (LCOE: 40 bis 50 $/MWh) und Windkraftanlagen (LCOE: 45 bis 80 $/MWh) erzeugt wird, günstiger als die, die mit Gaskraftwerken (LCOE: ca. 70 $/MWh) und Kohlekraftwerken (LCOE: ca. 60 $/MWh) erzeugt wird.

Eine verantwortungsvollere Finanz-Community

Seit einiger Zeit steigt das Volumen der nachhaltigen Anlagen und ESG ist nun kein Randphänomen mehr, sondern zu einer langfristig relevanten Größe geworden. Anlagen, die nach ökologischen und gesellschaftlichen Kriterien sowie unter Berücksichtigung der guten Unternehmensführung erfolgen, haben sich in den letzten vier Jahren weltweit fast verdoppelt, und ihr Wert liegt bei mehr als 40 000 Milliarden Dollar.2 Das Jahr 2020 war von konstanten Anlageströmen zum Thema Klima geprägt, aber auch von der Robustheit der grünen Fonds. Die Klimafonds erzielten über das gesamte Jahr eine hohe Outperformance gegenüber konventionellen Fonds. Für die Portfolioverwalter führt kein Weg mehr am Thema Klima vorbei.

Welche Perspektiven ergeben sich?

Heute besteht ein allgemeines Bewusstsein für die Auswirkungen des Klimawandels auf Umwelt und Gesundheit. Dieses Phänomen wird durch die aktuelle Pandemie noch verstärkt. Dank der politischen Unterstützung und der stetigen Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit grüner Technologien dürften grüne Anlagen noch mehr Fahrt aufnehmen. Die Perspektiven der im Bereich der Klimawende aktiven Unternehmen sind weiterhin positiv.

1Studie des Internationalen Währungsfonds, die im jüngsten World Economic Outlook im Oktober 2020 veröffentlicht wurde.
2Bloomberg-Daten.

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