antea ag

Der Marktkommentar

17. November 2025 (Anzeige)

Der antea-Fonds in Q3 2025

Der antea-Fonds legte im dritten Quartal 2025 um 2,7 % zu. Wesentliche Performance-Treiber waren Edelmetalle und globale Qualitätsaktien; Private Equity-Engagements wirkten leicht dämpfend. Seit Jahresbeginn beläuft sich die Wertentwicklung damit auf +2,2 % (Stand: 30.09.2025). 

Aktien

  • Hohe Kontinuität in der Allokation 
  • Selektive Zukäufe bei ASML, Microsoft, ABB und Accenture

Edelmetalle

  • Partizipation am Goldpreisanstieg dank relativ hoher Gewichtung
  • Goldverkäufe ausschließlich zum Zweck der Portfoliobalancierung

Private Equity / Private Debt

  • Vereinnahmung der Erlöse aus dem Verkauf der Beteiligung „Softway“
  • Beteiligung am „KKR Infrastrukturfonds V“ in Vorbereitung
  • Commitment für den „Tikehau Private Debt Secondary Fonds“

Kursverlauf der letzten fünf Jahre

Quelle: Bloomberg, antea

Im Marktkommentar ordnet Kornelius Purps, Kapitalmarktstratege der antea ag, das Kapitalmarktumfeld des dritten Quartals ein und setzt die Entwicklungen des antea-Fonds in den makroökonomischen Kontext.

Positiv, Komparativ, Superlativ, Edelmetallativ

Nach einem ereignisreichen ersten Halbjahr mit starken Kursschwankungen an den Börsen konnte sich das Geschehen im Verlauf des dritten Quartals deutlich beruhigen. Anhaltende Begeisterung vieler Anleger über die Aussichten für Investitionen in die Künstliche Intelligenz (KI) traf auf abnehmende Sorgen über die Auswirkungen der amerikanischen Zollpolitik. 

Die Befürchtungen über die möglichen Folgen der amerikanischen Zollpolitik ebbten ab, nachdem die US-Administration mit den wichtigsten Handelspartnern, vor allem mit China und der EU, Einigungen erzielen konnte. Wie brüchig diese Vereinbarungen aber sein können, hat die wiederaufflammende Konfrontation zwischen den USA und China Anfang Oktober gezeigt.

Zollnachrichten wurden an den Finanzmärkten im Sommerquartal immer wieder von neuen Deals in der KI-Branche verdrängt. Zahlreiche Geschäftsvereinbarungen im zwei- und sogar dreistelligen Milliardenumfang ließen die Aktiennotierungen der Börsenschwergewichte im Bereich der Künstlichen Intelligenz wiederholt in die Höhe schnellen. Gleichzeitig warnten etliche Stimmen vor Kursübertreibungen und der Gefahr einer zu engen gegenseitigen Abhängigkeit der beteiligten Unternehmen voneinander.

Die hohen Investitionen in Daten-Center und die dafür erforderliche Energie-Infrastruktur waren bereits im Frühjahr eine wesentliche Stütze für das Wirtschaftswachstum der USA. Berechnungen zufolge zeichneten technologiebezogene Investitionen in der ersten Jahreshälfte für rund vierzig Prozent des Wirtschaftswachstums verantwortlich. Für die nächsten Jahre wurden bereits Anlageinvestitionen im Umfang von mehr als einer Billion US-Dollar in Aussicht gestellt.

Eine zweite Wachstumsstütze in den USA ist der Private Konsum. Es kristallisiert sich eine Entwicklung heraus, die von Volkswirten als „K-förmig“ bezeichnet wird: Für ärmere Bevölkerungsschichten trübt sich die Situation ein, wohingegen es den wohlhabenderen Bevölkerungskreisen tendenziell eher besser geht, da sie auch von ansteigenden Vermögenspreisen profitieren.

In der Breite verdichtete sich jedoch der Eindruck einer an Dynamik verlierenden amerikanischen Volkswirtschaft. Eine Neuberechnung von Beschäftigungsdaten legte offen, dass sich der Arbeitsmarkt in einer deutlich schwächeren Verfassung befindet, als man dies zur Jahresmitte vermutet hatte. Die amerikanische Notenbank Fed reagierte auf diese Entwicklung mit der ersten Leitzinssenkung nach neun Monaten Pause. Dabei gab die Fed den Schwächesignalen vom Arbeitsmarkt ein stärkeres Gewicht als den Anzeichen einer wieder anziehenden Teuerungsrate.

Die Europäische Zentralbank hingegen tastete ihren Leitzins im Sommerquartal nicht mehr an. Inflation und Konjunktur weisen für die gesamte Eurozone keine stärkeren Auf- oder Abwärtsrisiken auf. Deutschland bleibt dabei der „Schwache Mann Europas“. Die zarten Konjunkturhoffnungen aus dem Frühjahr sind einer enttäuschten Ernüchterung gewichen. Bislang ist es der Regierung unter Kanzler Friedrich Merz nicht gelungen, eine nachhaltige Aufbruchstimmung zu erzeugen. Reformmaßnahmen zur Reduzierung der Energiekosten, zur Stabilisierung der Sozialversicherungssysteme und zum Bürokratieabbau befinden sich noch im Stadium der Arbeitskreisberatungen.

In diesem Umfeld tendierten deutsche Aktien im Verlaufe des dritten Quartals seitwärts, europäische Indizes legten um drei bis vier Prozent zu. Die amerikanischen Börsen kamen um acht bis zwölf Prozent voran und konnten so ihren Performancerückstand aus dem ersten Halbjahr gegenüber den europäischen Indizes verringern.

Ein nun stabiles Austauschverhältnis zwischen dem Euro und dem US-Dollar ermöglichte es auch hiesigen Anlegern, in vollem Umfang an der Kursentwicklung amerikanischer Unternehmensanteile zu partizipieren. Offensichtlich sehen internationale Anleger derzeit keine Veranlassung, die US-Währung mit einem noch größeren Risikoaufschlag zu versehen.

Außergewöhnlich starke Kursanstiege bei Edelmetallen

Quelle: Bloomberg, antea

Spektakulär haben sich die Kurse der Edelmetalle entwickelt. Gold, Silber & Co. erzielten allesamt zweistellige Kurszuwächse. Viele private und institutionelle Investoren suchen die teils über Jahrhunderte nachgewiesene Wertbeständigkeit dieser Anlageklasse. (Stand: 16. Oktober 2025)

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